MHE – Projektkonferenz WS 2018/2019

Zum Beginn des Wintersemesters startet im Masterstudiengang Higher Education (MHE) am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen (HUL) wieder eine neue Kohorte. Den Auftakt des Studiums bildet eine erste Blockwoche, in der die Studierenden u.a. ihre eigene Lehr-Lerngeschichte reflektieren, die wichtigsten Theorien, Modelle, Konzepte und Leitbegriffe der Hochschul- und Mediendidaktik kennenlernen und sich einen Überblick über die wichtigsten Subdisziplinen der Hochschul- und Mediendidaktik verschaffen.

Den Abschluss der Blockwoche bildet eine öffentliche Projektkonferenz, in der die aktuellen bildungswissenschaftlichen Projektstudien vorgestellt und diskutiert werden. Diese bietet zugleich eine Plattform für die Präsentation und Diskussion vielfältiger Interventionsprojekte, mit denen akademisches Lehren und Lernen in den unterschiedlichen Fächern unserer Studierenden verbessert werden soll. Es handelt sich also um eine interdisziplinär ausgerichtete Konferenz, in der bildungswissenschaftliche und hochschuldidaktische Fragestellungen aus ganz verschiedenen Fachrichtungen heraus in den Blick genommen werden.

Diesmal liegt der Fokus der Projektkonferenz auf Design-Based Research (DBR), der das methodische Dach des Projektstudiums im MHE darstellt.

Julia Lühnen und Tanja Richter stellen die Entwicklung eines Blended Learning Formats für rechtliche Betreuer im Rahmen eines DBR-Zyklus vor. Marius Fahrner berichtet, wie durch die Einführung der sokratischen Methode in ein Mathematikseminar nicht nur mathematische Kompetenzen, sondern auch überfachliche Kompetenzen entwickelt werden sollen.

Beide Vorträge sind im Kontext des MHE entstanden und bieten Beispiele für konkrete Projekte. Die Anwendung von DBR als methodischer Rahmen zur (langfristigen) Gestaltung von Bildungsinnovationen möchten wir in zwei weiteren Beträgen aufzeigen.

Frank Vohle beschreibt einen 10jährigen Entwicklungs- und Veränderungsprozess, bei dem durch immer wieder neue Re-designphasen ein klassisches e-Portfolio hin zu einem Prüfungsinstrument entwickelt wurde und weiterentwickelt wird. Alexa Kristin Brase und André Kopischke beschreiben, wie DBR als methodischer Rahmen für ein mehrjähriges Projekt mit Verbundpartnern umgesetzt werden kann.

Da DBR im deutschsprachigen Raum als Forschungsansatz noch wenig etabliert ist, wird Tobias Jenert im Gespräch mit Gabi Reinmann eine Metaperspektive einnehmen und fragen, wie DBR-Projekte dokumentiert und publiziert werden können, damit sie auch für die eigene wissenschaftliche Karriere im klassischen Sinne Früchte tragen können.

Das Konferenzprogramm mit allen Abstracts, Referentinnen und Referenten finden Sie hier

Termin der Projektkonferenz ist Freitag, 5. Oktober 2018 (ab 9:00 Uhr). Veranstaltungsort ist das HUL (R 2018, Schlüterstraße 51, 20146 Hamburg). Interessierte sind ganz herzlich eingeladen!