Super, ihr habt den Hinweis zur Öffnung des Ausgangs gefunden:



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Dies ist der Hinweis damit ihr das Lösungswort-Anagram, also die drei Blöcke, übersetzen und korrekt anordnen könnt! Googelt einfach den folgenden Begriff: "l337 sp34k", um zu verstehen was die  Textzeichen bedeuten. Wenn ihr die Blöcke aus den drei Kompetenz-Checks richtig angeordnet habt, habt ihr das Lösungswort für den Ausgang aus dem Escape-Room! Ihr braucht das Lösungswort nicht zu übersetzen sondern sollte es in der l337sp34k Variante eingeben.

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UHH/Freepik

Projektkonferenz April 2018

Das Konferenzheft mit allen Abstracts, Zeiten und dem Ablaufplan des Tages kann hier heruntergeladen werden:

Abstracts der Referentinnen und Referenten aus der MHE-Kohorte
(Studienbeginn Wintersemester 2016/17):

Fragen als Lernstrategie | Dr. Natalie Enders

Fragen als Lernstrategie: Ist Fragenbeantworten oder Fragenstellen effektiver?

Hochschulische Prüfungen beinhalten häufig Multiple-Choice(-MC)-Fragen. Während beim Fragenbeantworten hauptsächlich Wiedererkennungsprozesse ablaufen, wird das Fragengenerieren als Tiefenverarbeitungsstrategie eingeordnet (Neber, 2006). Daher gilt insbesondere Letzteres als eine vielversprechende Lernstrategie (Denny, Hamer, Luxton-Reilly, & Purchase, 2008) und wird innerhalb des MoHE-Projekts untersucht. Die zentralen Fragestellungen lauten:

  1. Ist das Generieren oder das Beantworten von MC-Fragen die effektivere Prüfungsvorbereitungsstrategie?
  2. Fördert das Fragengenerieren im Gegensatz zum Fragenbeantworten den Einsatz von Tiefenstrategien?
  3. Wirkt sich das Fragenstellen/-beantworten positiv auf die studentische Selbstwirksamkeit und den wahrgenommenen Wert der Vorlesung aus?

Hierzu wurde im Wintersemester 2017/18 eine Lernstrategieintervention in zwei Psychologievorlesungen integriert. Zu Semesterbeginn wurden die Studierenden über das Beantworten und Generieren von MC-Fragen als Prüfungsvorbereitungsstrategien unterrichtet. Anschließend wurden das Vorwissen (6 Single-Choice-Fragen), die kognitiven Lernstrategien (LIST; Wild & Schiefele, 1994), die Selbstwirksamkeit und der subjektiv wahrgenommene Wert der Vorlesung (adaptiert von Faber, Drexler, Stappert & Eichhorn, 2016) von N=196 Studienteilnehmer/-innen erfasst.  Die Intervention fand in der Semestermitte in einem randomisierten Vergleichsgruppendesign (zwei Themenblöcke à 3 Wochen) statt: In Woche 1–3 generierten 50% der Studierenden drei Single-Choice-Fragen, die am Ende der dritten Woche von den verbleibenden Studierenden (50%) beantwortet wurden. Diese Aktivitäten wurden in Woche 4–6 zwischen den Gruppen getauscht. Die Lernstrategien, die Selbstwirksamkeit sowie der Wert der Vorlesung wurden zwischen den Themenblöcken und am Semesterende erneut erfasst. Die Punkte in der Abschlussklausur dienen als Indikator für den akademischen Erfolg. Erste Auswertungsergebnisse werden im Frühjahr 2018 erwartet und auf der Projektkonferenz vorgestellt.

Entwicklung und Produktion eines Lehrvideos | Dr. iur. Mag. phil. Karin Sonnleitner:

Entwicklung und Produktion eines Lehrvideos im Kontext des Design Based Research

Das Forschungsprojekt ist in der Mediendidaktik verortet und bezweckt, ein professionell gestaltetes Lehrvideo für ein didaktisches Design der Lehrveranstaltung „Mediation Basic“ zu konzipieren. Als methodologischer Rahmen liegen dem Projekt die ersten drei Schritte des Design Based Research (DBR) zugrunde. Der erste Schritt, die erste Idee mit vorstrukturiertem Entwicklungskern, entstand aus einem Erasmus+-Projekt, das die Generierung einer Lernplattform, auf der Lernende u.a. auf Online-Videos zur Mediation zugreifen können, beinhaltet. Der zweite Schritt des DBR, die Gestaltung eines strukturierten Entwurfs, enthält die Formulierung von Arbeitspaketen zur Entwicklung der Videos, wie beispielsweise einen ExpertInnenaustausch, die Skizzierung der Inhalte (Exposé), die Entwicklung der Szenarien und Ausformulierung der Dialoge (Skript) und die Verknüpfung der Videoinhalte mit der Lehrveranstaltung „Mediation Basic“. Für das Musterbeispiel, dritter Schritt des DBR, waren die technischen Vorkehrungen für das Filmen sowie die Nachbearbeitung zu beachten.

Der Forschungsprozess ist am mediendidaktischen Leitfaden von Kerres angelehnt, wobei u.a. die Akteure, die Zielgruppe, die Lehrinhalte und Lehrziele sowie die Medienwahl und technische Implementation zu erörtern waren.

Methodisch orientiert sich die Lehrveranstaltung „Mediation Basic“ am Cognitive Apprenticeship-Ansatz, wobei zur Vermittlung theoretische Impulse zur Klärung der fachlichen Inhalte, Übungssequenzen (z.B. Rollenspiele), Diskussionen und der Einsatz des entwickelten Videos dienen. Letzteres zielt darauf ab, den Lernenden einen Einblick in die praktische Tätigkeit eines Mediators zu bieten.

(Re-)Konzeption des Moduls Notfallmedizin | Prof. Dr. Tittelbach-Helmrich

(Re-)Konzeption des Moduls „Notfallmedizin“ auf Basis des DBR-Ansatzes

An der Dualen Hochschule Karlsruhe werden im Studiengang „Physician Assistant“ Studierende mit einer abgeschlossenen medizinischen Ausbildung in einem dualen Bachelorstudium für die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten auf Delegationsbasis qualifiziert. Im 4. Semester wird u.a. ein Modul zum Thema „Notfallmedizin“ angeboten. Im Fokus stehen hierbei das Erkennen einer Notfallsituation sowie die zeitnahe Diagnosestellung und Einleitung der Therapie.

Dieses Modul fand zunächst als Frontalvorlesung statt. In der Notfallsituation muss das Wissen jedoch nicht fächerspezifisch, sondern in der konkreten Anwendung am Patienten, ggf. auch fachübergreifend, verfügbar sein. Nach Analyse der Evaluationsergebnisse erfolgte der Entschluss, im Rahmen eines Design-based Research Ansatzes nach dem Modell von McKenney & Reeves (2012) das Modul auf Problem-orientiertes Lernen (POL) umzustellen. Das Modul wurde erstmals im Sommersemester 2015 in der überarbeiteten Form angeboten und evaluiert.

Zur Auswertung standen die demographischen Daten und Klausurergebnisse sowie die Auswertung der Lehrevaluationen der Kollektive 2013, 2016 und 2017 zur Verfügung.

Die Ergebnisse nach Umstellung auf das Problem-orientierte Lernen sowie die weitere Konsequenz im Rahmen des DBR-Ansatzes mit Ergebnissen werden auf der Projektkonferenz vorgestellt.

Entwicklung nat.-wiss. Angebote | Dr. Tatiana T. Urbanowicz

Entwicklung zusätzlicher Angebote für Studierende mit Schwierigkeiten im Zugang zu den Naturwissenschaften

Seit dem Wintersemester 2012/13 wird im Modellstudiengang Medizin Hamburg (iMED) ein zeitlich und inhaltlich in das Curriculum integriertes naturwissenschaftliches Crashkurs-Programm in den Fächern Chemie, Physik, Biologie und Mathematik angeboten. Es dient dazu, ein für das Studium erforderliches Grundlagenwissen in den naturwissenschaftlichen Fächern bei allen Studierenden zu gewährleisten. Durch Rückmeldung von Studierenden und Erfahrungen in den Crashkursen hat sich gezeigt, dass für einen Teil der Studierenden dieses bestehende Angebot nicht ausreicht, um sich die erforderlichen Kenntnisse anzueignen.

In dieser Begleitstudie sollte der Wert und die Rolle der Naturwissenschaften im Medizinstudium ermittelt werden und durch qualitative Fokusgruppen-Diskussionen wurde sowohl aus DozentInnen-/ MentorInnen-, als auch aus Studierendensicht ermittelt, welche Bedarfe bestehen und welche zusätzlichen Angebote diese Studierenden unterstützen könnten. Insgesamt wurden vier Fokusgruppen-Diskussionen durchgeführt, transkribiert und analysiert: Zwei Studenten-Diskussionen, eine Fokusgruppe mit MentorInnen und eine Diskussion mit DozentInnen der naturwissenschaftlichen Crashkurse. Anhand aus den qualitativen Fokusgruppen gebildeter Ober-, und Unterkategorien konnte eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden, die Themen wie Bedeutung und Herausforderungen des naturwissenschaftlichen Studiums für zukünftige ÄrzteInnen, Lernstrategien, Lernmaterialien, Emotionen (v.a. Ängste) und Motivation seitens der Studierenden, sowie mögliche Gestaltung und  Barrieren möglicher zusätzlicher Angebote zum besseren Kenntnisgewinn der Naturwissenschaften erfasste.

Dem naturwissenschaftlichen Studium im Medizinstudium wurde von allen Befragten eine gewichtige Rolle zugeschrieben. Der Wunsch sowohl nach curricular verankerten als auch extra-curricularen Angeboten, sowie geeigneten (u.a. digitalen) Lernmaterialien konnte kategorisiert werden.

Die Ergebnisse dieser Begleitstudie dienen der Entwicklung zusätzlicher Angebote für Studierende mit Schwierigkeiten im Zugang zu den Naturwissenschaften.

Keywords: Curriculum reform, Basic science, Integration, Medical education

Would you bribe your lecturer? | Kristina S. Weißmüller

“Would you bribe your lecturer?”

A mixed-methods experimental study on the connection of study-related stress and bribery in higher education

Corruption is a critical and unresolved issue in higher education (HE), causing severe harm. It is a complex phenomenon rooted in both individual motives and in the greater institutional context. Because of its delicacy and effects of social desirability, the number of unreported cases is extremely high and research into causal mechanisms that drive HE bribery is still scarce.

Using a mixed-methods approach, this research project investigates the conditions under which university students are willing to offer bribes to pass important exams and whether study-related stress influences this intent. I use experimental data from an original vignette-based online survey experiment conducted with N=220 graduate students of the Faculty of Business, Economics & Social Sciences at the University of Hamburg. In posthoc analysis, this quantitative student data is corroborated with qualitative data from semi-structured face-to-face interviews with lecturers that actually teach these students. In this way, this project scrutinizes the threat of corruption in student-lecturer interaction in an innovative and multi-dimensional way.

Results show that students differentiate sharply between different shades of bribery and that the majority find it rather acceptable to use emotional bribing to pass (failed) exams. In contrast, offering a helping hand or money was less acceptable. Contrary to my hypothesis, study-related stress and individual risk-propensity do not reliably predict students’ likelihood to bribe. Lecturers’ experiences confirm these findings and provide detailed insights into how pro-social motivation, perceived procedural fairness, and compassion can make lecturers susceptible for their students’ emotional influence tactics and result in violations of both the ethical codes of conduct and the formalized bureaucratic procedures of examination.

Keywords: Bribery, Higher Education, Student Behavior, Stress, Mixed-methods Approach.